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Sal auf den Kapverden: Strandparadies mit Sonnengarantie. Foto: Olimar

Sal auf den Kapverden: Strandparadies mit Sonnengarantie. Foto: Olimar

Viel Sand und viel Sonne: Auf Sal und Boavista, zwei der neun bewohnten Eilande auf den Kapverden, ist es auch im Winter warm. Mit durchgehend 22 bis 28 Grad Celsius und einer Wassertemperatur von 25 Grad ist auf angenehmes Wetter verlass. An den langen, feinen und teils von Dünen überzogenen Sandstränden findet jeder Gast einen ruhigen Platz zum Entspannen. Einige, wie die Praia de Santa Maria im Süden von Sal, die mit ihrem hellen Sand vor den türkisblauen Fluten des Atlantiks schimmert, erinnern an die Strände der Karibik.
Neben Sonnen und Erholen spielt auf den Kapverden der Wassersport eine wichtige Rolle. Taucher bevorzugen die Tiefen des Meeres vor Sal, Boavista und Santiago, wo sie eine reichhaltige, nahezu unberührte Unterwasserwelt finden. Surfer, allen voran Kitesurfer, lassen sich auf den Inseln vom nördlichen Passatwind antreiben. Die Surferszene tummelt sich insbesondere in Santa Maria (Sal) und Sal Rei (Boavista), wo mehrere Surfschulen Material  verleihen und Kurse anbieten.

Wandern auf den Nordinseln

Doch die Kapverden haben noch mehr als schöne Strände zu bieten. Am besten man lernt die vielfältigen Gegenden auf einer Rundreise kennen. Die Wanderinsel schlechthin ist Santo Antão. Ihre fast 2000 Meter hohen Bergwelten mit Vulkankratern und schroffen Felsküsten sind mit zahlreichen Wegen durchzogen. Zum Teil werden diese heute noch als Wegstrecken der Einheimischen genutzt. Im Norden säumen die Strecken üppige Tropenpflanzen, während der Süden eher karg ist, dennoch mit dem Tal der Ribeira das Patas und seinen spektakulären Erosionsformen begeistern kann.

Portugiesisches Flair auf São Vicente

Bei einer Kapverden-Rundreise darf auch die Nachbarinsel São Vicente nicht fehlen. Sie gilt als die „europäischste“ des Archipels. Die Verbindung zu Portugal, begründet durch ihre Entdeckung durch portugiesische Seefahrer im Jahr 1445, ist hier stärker als anderswo ausgeprägt, was sich in der Mentalität der Einheimischen ebenso bemerkbar macht wie am Erscheinungsbild der gepflegten Hafenstadt Mindelo. Von hier aus setzen täglich Fähren zu Santo Antão über.

Afrikanische Nachbarschaft auf den Südinseln

Stärker afrikanisch geprägt ist Santiago, die größte der Kapverdischen Inseln. Kontrastreiche Landschaften wechseln sich mit mannigfaltigen Bergwelten warten ab. Bester Ausgangspunkt für eine Erkundungstour ist Praia, die rund 100 000 Einwohner zählende Hauptstadt der Inselrepublik. Das Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum hat sich zu einer modernen, lebendigen Stadt entwickelt. Auf dem Platô, dem historischen Kern des Zentrums, erinnern noch Gebäude im Kolonialstil an vergangene Zeiten. Kleine Cafés und Restaurants laden ringsherum zum Verweilen ein.
Von hier aus lohnt ein Ausflug auf die Insel Fogo mit ihrem fast 3000 Meter hohen Vulkan. Seinen Gipfel zu erklimmen, ist ein erhabenes Erlebnis, dass Urlauber zum Beispiel auf einer geführten Gruppenreise erleben können. Im Anschluss empfiehlt sich ein Besuch des mediterranen Hauptorts São Filipe sowie der tiefschwarze Lavastrände.

Insider-Tipp

Wofür man sich auf den Kapverden noch Zeit nehmen sollte ist Musik hören und Cachupa essen. Das ist ein Eintopf aus Maisgrieß, Kochbananen, Kürbis, Süßkartoffeln, Kohl, Bohnen und Fischfilet, gewürzt mit Lorbeerblättern, Knoblauch und Piment. Dazu Weißwein aus Fogo trinken und Morna hören. Die Musik ähnelt dem sentimentalen Gesang des portugiesischen Fado, zeigt sich auf den Kapverden aber etwas leichter und weniger dramatisch. Die Insel Boavista soll die Wiege der romantischen Morna sein, mit der Sängerin Cesária Évora berühmt geworden ist. In ihrer Musik erzählt sie von der stetigen Zerrissenheit der kapverdischen Seele, der Liebe zur kargen Heimat und die Sehnsucht nach neuen Horizonten, die auch viele Urlauber bewegt, zurückzukommen.

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Quelle: Touristikdepesche

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